baukörper
der bestehende baukörper wird ab decke erdgeschoß neu errichtet. das neue obergeschoß hält sich in seiner grundrissgeometrie - bis auf eine geringfügige erweiterung im nordwesten - an die außenmauern des erdgeschoßes, sieht aber im gegensatz zum bestand ein leicht geneigtes pultdach vor. dieses schließt im süden an der straßenfassade mit einem 45° gegengeneigten band aus solarpaneelen ab.
die dachdraufsicht lässt erkennen, dass im wesentlichen zwei nord-süd orientierte riegel ausgebildet werden, die durch einen mitteltrakt zu einer spange zusammengeschlossen werden. diese ist nach süden zur straße geschlossen und zum garten hin geöffnet.
außenraum
das grundstück ist nord-südorientiert, weist aber ca. in der hälfte der längsseite einen knick richtung westen auf. der im raumprogramm geforderte pool wird im nun vorliegenden entwurf direkt in der achse des hauptriegels angeordnet und an drei seiten von großzügigen terrassen und einem sonnendeck umgeben. die geänderte lage des pools und seiner umgebenden befestigten flächen trägt der schattenbildung durch die bepflanzung im westen des grundstücks rechnung.
konstruktion
der entwurf sieht für das neu errichtete obergeschoß aus statischen, ökologischen und aus gründen der wohnqualität eine leichtbaukonstruktion in holzriegelbauweise vor. in logischer konsequenz wird daher auch die fassade des obergeschoßes in bewusstem kontrast zum verputzten bestand des erdgeschoßes in holz ausgeführt.
der verfasser schlägt hier aus formalen und bauphysikalischen überlegungen eine offene rhombenschalung aus heimischer lärche vor. das material holz findet sich auch in den befestigten außenflächen wieder und verbindet so die neubauelemente baukörper und terrassen. für das pultdach wird ein vorbewittertes rheinzinkdach vorgeschlagen.